Fotoausstellung: Pilze von mykologisch interessanten Orten in der Region Tábor
Die Region Tábor ist unter Mykologen nicht nur deshalb bekannt, weil am Damm des Luční-Teichs das erste besondere Schutzgebiet in der ehemaligen Tschechoslowakei ausgewiesen wurde, in dem vor allem Pilze geschützt werden.
Dieses Schutzgebiet wird zusammen mit anderen Gebieten, vor allem den Kalksteingebieten in der Region Chýnov, seit Jahren von dem Hobby-Mykologen Pavel Špinar aus Tábor systematisch überwacht. Der kürzlich verstorbene, in Vlastiboř u Soběslav geborene, berühmte Mykologe Dr. František Kotlaba widmete sich Zeit seines Lebens den Pilzen der Soběslav-Sümpfe. Pilzgeeignete Feuchtgebiete finden sich auch im Nationalen Naturreservat Ruda, das zum Ziel zahlreicher mykologischer Exkursionen geworden ist und kürzlich von Lucie Zíbarová systematisch mykologisch erforscht wurde.
Dieselbe Mykologin hat kürzlich Pilze im Lužnice-Tal bei Tábor untersucht. In Sezimovo Ústí war seit Anfang der 1980er Jahre zwei Jahrzehnte lang ein mykologischer Klub unter der Leitung von Vladimír Pravda aktiv, dessen Mitglieder verschiedene andere Standorte in der Region Tábor besuchten.
Miroslav Beran, der heutige Mykologe des Südböhmischen Museums, stammte aus ihrer Mitte und studierte um die Jahrtausendwende viele Jahre lang die Pilze des Arboretums des Botanischen Gartens in Tábor. Wenn man bedenkt, dass die Pilze zum Beispiel auch am Überlauf der Pícečná bei Vlkov untersucht wurden, muss man zu dem Schluss kommen, dass ihre Vielfalt in der Region Tábor enorm ist. Und wenn in den letzten vier Jahrzehnten eine reiche Fotodokumentation der Funde zusammengetragen wurde, liegt die Idee nahe, diese Pracht der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Vom 9. bis 13. Oktober 2023 gibt es außerdem eine Pilzausstellung mit einer Pilzberatung für Pilzsammler und ein Bildungsprogramm für Schulen.

