Tanztheater von Petr Zuska: Schlüssel von nirgendwo
Das abendfüllende Tanztheater ruht auf einem scharfen Kontrast zweier sehr unterschiedlicher Musikwerke. Es geht um Kompositionen zweier unvergleichlich genialer tschechischen Komponisten, Dvořáks Requiem und Janáčeks Klavierdichtung. Im ersten Fall handelt es sich um eine „hohe“ spirituelle symphonisch-vokale Musik, im zweiten um ein „bloßes“ und vereinsamtes wirkendes Klavier. Petr Zuskas abendfüllende “choreografische Variation” ist inspiriert von einem kürzlichen Besuch im inzwischen völlig verlassenen Haus seiner Großeltern. In den letzten Jahrzehnten wurde es von einer vereinsamten Frau bewohnt, die hier später in völliger Einsamkeit auch starb.

