“…und das ist alles, was vom Engel übrig blieb”
Veranstaltungsort: Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83a, München
Am 3. Abend aus der Reihe tschechische spirituelle Lyrik erklingen Gedichte der mährischen Dichter Jan Zahradníček und Jan Skácel und des aus Schlesien stammenden Petr Hruška vor.
Eine deutsch-tschechische Lesung mit Petr Hruška und Helmut Becker, moderiert von Zuzana Jürgens.
Jan Zahradníček (1868-1961), Dichter und Priester (1909 suspendiert), lebte ab 1921 in Tasov und gab seine über 100 Titel meist als Privatdrucke heraus. Gilt als der bedeutendste tschechische Wortkünstler des 20. Jh.s. Deutsch liegen die Auswahlbände “Unheilige Visionen aus Tasov” (1993) und “Pilger des Tages und der Nacht” (2005) von C. Rothmeier und V. Binar vor.
Jan Skácel, geb. 1941, lebt in Prag. 1975 bis 1989 Berufsverbot, seither Bohemist an der Karlsuniversität. Lyriker, Prosaist (u.a. “Playback”,1981), Essayist, Übersetzer und mit Bedřich Fučík (1900-1984) Editor der einzigen Deml-Werkausgabe (14 Bände) im eigenen Samisdat-Verlag. Binars eigene Bücher kamen im Samisdat heraus und ab 2001 auch offiziell, darunter “Hlava žáru” (Der Kopf des Feuers), Gedichte von 1959 bis 1968.
Petr Hruška, geb. 1970, mehrfach ausgezeichneter Dichter, lebt in Černošice bei Prag. Freiberuflicher Redakteur, Literaturübersetzer und Lehrer an der Prager Literaturakademie. Gab seit 1990 acht Bände Lyrik heraus (davon auf Deutsch u.a. “Aus drei Büchern”, “Feldarbeit”, “Nadelbuch”).
In Zusammenarbeit mit dem Lyrik Kabinett und dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik München.

