Vortrag Franz Piendl: Aus dem Tagebuch eines Obergefreiten

Am Mittwoch, 12. November 2008, lädt der Historische Verein in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Straubing um 19.00 Uhr in das Stadtarchiv, Rentamtsberg 1, ein zur Lesung/Vortrag von Franz Piendl, Abensberg: “Aus dem Tagebuch eines Obergefreiten”.
Erlebnisse von Andreas Piendl in Frankreich und Russland von 1940 bis 1949
(mit Dokumenten aus der Straubinger Seminarzeit von 1934 bis 1940)
Der spätere Obergefreite Piendl wurde noch vor dem Abitur 1940 zur Wehrmacht eingezogen. 1949 kehrte er nach fünfjähriger russischer Gefangenschaft in die Heimat zurück. Während seiner ganzen Dienstzeit, in der er als Kraftfahrer der 98. Infanteriedivision angehörte, führte er Tagebuch über seine Kriegserlebnisse und Eindrücke, obgleich dies streng verboten war. Von Herbst 1941 an existieren fünf russische linierte Hefte. Der letzte Eintrag datiert von November 1943. Im Mai 1944 geriet Piendl auf der Halbinsel Krim in russische Gefangenschaft. Ein Heft, gefertigt aus Resten von Zementsäcken, stammt aus seiner russischen Gefangenschaft. Bei Beginn der Aufzeichnungen spürt man noch die anfängliche Begeisterung, die jedoch bald der grausamen Wirklichkeit des Krieges wich, dazwischen Äußerungen über diesen Krieg und die Politik, die für ihn bei Aufdeckung mehr als gefährlich gewesen wären.
