Centrum Bavaria Bohemia – Jahresbilanz 2013 | Vorschau 2014
Am 12.02.14 stellte das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee die Jahresbilanz 2013 und das Programm 2014 der Öffentlichkeit vor.
Gäste der Jahrespressekonferenz waren neben den Medien Landrat und CeBB – Kuratoriumsvorsitzenden Volker Liedtke, die 1. Vorsitzende des Trägervereins Bavaria Bohemia e.V., Anne Gierlach und von tschechischer Partnerseite PhDr. Pavel Suk, Leiter der Kulturabteilung der Region Pilsen, PhDr. Jan Mergl, stellv. Direktor des Westböhmischen Museums in Pilsen und Mgr. Petr Šimon, Manager für int. Beziehungen bei der Organisationsgesellschaft Plzeň 2015, o. p. s. Hans Eibauer, Leiter des CeBB stellte die Jahresbilanz 2013 vor. Abschließend informierte Mgr. Václav Vrbík, Repräsentant der Region Pilsen, über das Jahresprogramm 2014. Von Seiten des CeBB nahmen an Bilanzvorstellung die Mitarbeiterinnen Maika Victor-Ustohal (Programm- und Projektmanagement), Mgr. Helena Vendová (bbkult.net Online-Redaktion) und Magdalena Becher (Organisation, Information, Kommunikation) teil.
Hans Eibauer nannte eingangs Zahlen und Fakten zu den Aktivitäten des CeBB im Jahr 2013. Er betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Basisarbeit, die das CeBB in den sieben Jahren seines Bestehens zu einem wichtigen Bindeglied zwischen den bayerisch-tschechischen Nachbarregionen gemacht hat. Das vielfältige grenzüberschreitende Engagement des CeBB, das auf beiden Nachbarseiten zu hoher Wertschätzung führte, drückt sich in der Entscheidung des Freistaats Bayern aus, das CeBB im Doppelhaushalt 2013 / 2014 als Institution zu fördern. „Wir freuen uns, mit dem Freistaat Bayern einen neuen Förderpartner wichtigen gewonnen zu haben und hoffen auf nachhaltige Unterstützung in der Zukunft“, so Eibauer.
Bemerkenswert sind die in der Bilanz genannten Daten: rund 20.000 Besucher, 71 öffentliche Veranstaltungen, 167 interne Termine – von Gruppen-/Schulbesuchen über Konferenzen bis zu Presseterminen, 10 Kulturtouren, ca. 253.000 Zugriffe auf das zweisprachige Kulturportal dev.bbkult.net und ca. 1.000 ehrenamtliche Stunden von Mitgliedern, insbesondere an den Wochenenden. Das CeBB ist ein gefragter Kooperationspartner, beantwortet jährlich viele tausend Anfragen, informiert in Pressebeiträgen, über dev.bbkult.net, mit Newslettern und ist an sieben Tagen die Woche für Interessierte geöffnet. Ein Beispiel für die langfristige Arbeit des Hauses ist das Kulturportal dev.bbkult.net, das 2003 als virtueller Vorläufer den Grundstein für das reales Kulturzentrum gelegt hat und mit der Gründung des CeBB 2006 von der Stadt Schönsee in die Verantwortung des CeBB übergegangen ist. Ein Meilenstein im Jahr 2013 war die Gründung der Kulturstiftung Bavaria Bohemia, die nun auf Zustiftungen hofft und in Zukunft eine weitere Säule in der Finanzierung des CeBB sein wird.
Neben der grenzüberschreitenden Basisarbeit setzte das CeBB im Jahr 2013 drei Projekte um. „Impuls 2015!“ bereitete bayerische Programmbeiträge für das Kulturhauptstadtprogramm vor und informierte über Pilsen 2015 (Förderprojekt der EU aus dem Ziel 3-Programm Freistaat Bayern-Tschechische Republik). Das Projekt „Kultur ohne Grenzen I Kultura bez hranic – Begegnung Bayern – Böhmen 2013“ wurde wie in den Vorjahren vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert. Im Mittelpunkt standen Begegnungen und Vernetzung zwischen den Menschen der bayerischen und tschechischen Seite. Im Dispofond-Projekt „Kulturelle Vielfalt Südböhmens zweisprachig online“ konnten die Informationen über das Kulturleben in Südböhmen im Kulturportal dev.bbkult.net erheblich erweitert werden (Förderung durch die Euregio Egrensis).
Für Landrat und Kuratoriumsvorsitzenden Volker Liedtke war die Jahresbilanzvorstellung im CeBB auch eine persönliche Bilanz zum Ende seiner Amtszeit. „Das CeBB gehört zu den Initiativen, die mir als Landrat sehr große Freude bereitet haben. Ich habe gerne mitgewirkt, die Akzeptanz zu erhöhen und Finanzierungswege zu finden.“ Er nannte das CeBB eine Plattform der menschlichen Begegnungen und viele Veranstaltungen hätten inzwischen eine Art Kultstatus entwickelt. Einen großen Anteil daran hätte Hans Eibauer als Mentor und Motor, der mit Hartnäckigkeit und Temperament viel bewegt habe. Volker Liedtke sagte zu, dem CeBB auch in Zukunft verbunden zu bleiben, insbesondere in seiner Funktion als Bezirksrat.
Anne Gierlach, 1. Vorsitzende des Trägervereins Bavaria Bohemia e. V., dankte Hans Eibauer und dem gesamten Team aus Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für die engagierte Arbeit. „Ich möchte ein Zitat von Wilhelm von Humboldt etwas abwandeln: „Im Grunde sind es die Verbindungen mit Menschen, die dem CeBB seinen Wert geben.“ Sie sei stolz auf die zahlreichen Begegnungen und Freundschaften, die durch das CeBB entstanden sind und die alle Bevölkerungsgruppen mit einschließen.
PhDr. Jan Mergl, stellv. Direktor des Westböhmischen Museums in Pilsen, vertrat den Projektpartner des CeBB, mit dem die längste Zusammenarbeit besteht. „Wir beteiligen uns gerne an den facettenreichen Aktivitäten des CeBB, für die das Ausstellungsprojekt „Forum Junge Kunst Bayern – Tschechische Republik“ nur ein herausragendes Beispiel ist und bedanken uns für die langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit“, so Mergl. Er stimmte der Aussage, dass sich das CeBB zu der Adresse in der bayerisch-böhmischen Nachbarregionen entwickelt hätte, zu und bestätigte, dass diese Adresse vielfach genutzt würde. Mgr. Petr Šimon war als Vertreter der Kulturhauptstadtgesellschaft Plzeň 2015, o. p. s. mit seinem Kollegen Radovan Auer, Leiter für Kommunikation und Marketing, bereits am Vormittag zu einer Besprechung der Partner im neuen Projekt „regio2015“ nach Schönsee gereist. „Das CeBB ist für uns ein starker Partner, den man sich ausdenken müsste, wenn es ihn nicht geben würde.“, so der Manager für internationale Beziehungen. Er freue sich auf die zahlreichen bayerischen Projekte, die im Kulturhauptstadtjahr umgesetzt werden.
Hana Bejlková, die seit Januar beim Kulturamt der Stadt Regensburg für die Zusammenarbeit mit Pilsen 2015 zuständig ist, bestätigte dies. „Regensburg als Partnerstadt von Pilsen freut sich auf das Kulturhauptstadtjahr und plant noch weitere Projekte, die über die Aktivitäten in regio2015 hinausgehen werden.“
Auch PhDr. Pavel Suk, Leiter der Kulturabteilung der Region Pilsen, zeigte sich sehr überzeugt vom Sinn der Aktivitäten des CeBB. „Kultur vermag es, Menschen zu erreichen, auch über Grenzen.“ Die Region Pilsen unterstützt das CeBB seit 2006 mit der Entsendung eines Repräsentanten. In dieser Funktion ist Mgr. Václav Vrbík von Beginn an im CeBB tätig und seit 2012 für das Projekt „Kultur ohne Grenzen I Kultura bez hranic – Begegnung Bayern – Böhmen“ verantwortlich. Er stellte in seinem Ausblick auf das Programm 2014 die wichtigsten Termine des Jahres vor, die vielfältige Möglichkeiten der Begegnung bieten werden. Diese seien ein Beleg dafür, dass es das CeBB schafft, Qualität in die grenzüberschreitenden Veranstaltungen des CeBB zu bringen. Dazu gehöre die Folkstanzgruppe Mladina als beliebten Gast beim Volkstanznachmittag im Januar, die mehrere Preise bei internationalen Tanzwettbewerben gewonnen hat. Ein weiterer Höhepunkt im Programm 2014 ist die „Literarische Begegnung“ am 06.11.14, bei der der Schriftsteller Jindřich Mann, der Enkel Heinrich Manns, aus seinem Buch „Prag, poste restante“ lesen wird. Václav Vrbík hob weiter die Zusammenarbeit mit dem Pilsner Busunternehmen DaTa Expres a.s. aus Pilsen hervor, das seit 2007 Fahrten mit dem Kulturbus zu Veranstaltungen nach Schönsee anbietet.








