Museumsprojekt 2016 – „Tracht im Blick – die Oberpfalz packt aus“

Trachten wurden in Bayern seit Jahrhunderten von der Landbevölkerung als Tages- und Arbeitskleidung getragen. Der Trend zum Trachtentragen in den Städten ging im 19. Jahrhundert nicht von den Bauern aus, sondern vom Adel und vom aufstrebenden Bürgertum. Als Vorbild dienten dabei die Trachten aus dem Alpenraum – bei den Frauen ist es das Dirndlkleid, bei den Herren die typischen Lederhosen. Trachten werden in den letzten Jahren wieder gerne getragen, vor allem bei festlichen Anlässen und sind zunehmend populär. Das bestätigen repräsentative Umfragen in Regensburg.
An dem Museumsprojekt 2016 – „Tracht im Blick“ – beteiligen sich neun Museen, die die Vergangenheit und Gegenwart der bayerischen Trachten beleuchten. (Neusath-Perschen, Weiden, Neukirchen b. H. Blut, Regensburg, Schwandorf, Nittenau, Burglengenfeld, Sulzbach-Rosenberg, Neumarkt i.d. Oberpfalz)
Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen hat eine Sonderausstellung zum Thema Trachten eröffnet, die über die ganze Museumssaison besichtigt werden kann. Außerdem gibt es ein buntes Begleitprogramm, Treffen von Heimat- und Trachtenvereinen, einen Trachtenmarkt und viele Kurse.
