Traditionelle Winterarbeiten im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen
Im Oberpfälzer Freilandmuseum ist bereits Ruhe eingekehrt, es öffnet aber am Sonntag, den 22. November in Neusath um 13 Uhr nochmals seine Tore.
Wie in alten Zeiten treffen sich in den Stuben der Museumshöfe Frauen, um zusammen typische Winterarbeiten vorzuführen. Kunstvolle Spitzen werden geklöppelt, weihnachtliche Klosterarbeiten und Weihnachtsschmuck aus Perlen hergestellt, Gänsefedern geschlissen, die als Füllung für die Betten dienen und ein Schnitzer zeigt im Kolbeckhof wie Krippenfiguren geschnitzt und schöne Weihnachtskrippen zusammengefügt werden können. Eine Spinnerin läst das Spinnrad surren, während im Denkenbauernhof die alte Kunst der Hinterglasmalerei zu sehen ist.
Die Damen des Obst- und Gartenbauvereins Neusath binden im Denkenbauernhof wieder schöne Adventskränze und stellen auch Adventsgestecke her. Sie freuen sich über jeden Besucher, der dabei gerne zusehen möchte und natürlich kann man diese Kränze und Gestecke auch erwerben.
Für Kinder gibt es eine „Weihnachtswerkstatt“. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag lernen sie,wie man Kerzen zieht, weihnachtliche Lesezeichen bastelt und einen Vanille-Lippenbalsam herstellt. Diese schönen Arbeiten können sie dann mit nach Hause nehmen.
Im Matzhof backen die Museums-frauen Plätzchen und die Kinder dürfen beim Verzieren mithelfen. Auch Josef Winderl, einer der wenigen, der das Handwerk des Besenbindens, Rechenmachens und Holzpantoffelschnitzens noch beherrscht, wird dabei sein. Im Stadl des Inhauses wird der Flachs geriffelt, gebleut, gebrochen und gehechelt, damit man ihn dann zum Faden spinnen und als Leinen verarbeiten kann. Die Museumsschreiner erstellen im Urschlbauernhof mit den Kindern Laubsägearbeiten.
Unter der Leitung von Anita Köstler findet im Mehrzweckraum der beliebte Filzkurs statt, bei dem Besucher gerne zusehen und sich über diese „alte Winterarbeit“ informieren können.
Aber auch im Gelände gibt es Interessantes zu sehen. Hier werden diejenigen Arbeiten ausgeführt, die der Bauer normalerweise im Winter erledigen musste. Dazu gehört alles, was mit Holz zu tun hat: Holzrücken mit Pferden, Drischeldreschen im Langenbauerstadl, Weidenrutenschneiden im Mühlental und das Hozschindelmachen. In der Säge Pfaffengschwand werden mit Wasserkraft Bretter gesägt.
Das Angebot im Wirtshaus Unterbürg umfasst neben den üblichen Speisen auch Punsch, Glühwein oder Jägertee zum Aufwärmen.







