Lesung und Gespräch mit Ivan Klíma
Ivan Klíma, einer der international bekanntesten tschechischen Schriftsteller, dessen Werke in 31 Sprachen übersetzt worden sind, spricht mit Zuzana Jürgens über sein Leben und Werk. Helmut Becker liest deutsche Texte aus verschiedenen Werken Klímas.
Der tschechische Schriftsteller und Dramatiker Ivan Klíma wurde 1931 im Prag geboren. Während des Zweiten Weltkrieges verbrachte er als Sohn jüdischer Eltern drei Jahre im KZ Theresienstadt. Klíma studierte an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Nach dem Studium war er als Journalist tätig. Anfang der sechziger Jahre wurde er Redakteur der regimekritischen Zeitschrift Literární noviny. Im Zusammenhang mit dem Prager Frühling 1968 erhielt Klíma Publikationsverbot. Er war in Jahren 1953-67 Mitglied der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, aus der er aber 1967 ausgeschlossen wurde.
Im Jahre 1969 reiste Ivan Klíma in die USA aus, wo er als Dozent für ein Semester an der Universität in Michigan tätig war. Nach seiner Rückkehr wurde Klíma schon als Autor verboten. Er konnte nur im Samisdat oder Exil veröffentlichen. Sein Werk ist sehr umfangreich. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören “Richter in eigener Sache“, “Liebe und Müll“, “Liebesgespräche“, “Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht” und zuletzt seine im deutschen noch unveröffentlichten Erinnerungen “Moje šílené století” („Mein verrücktes Jahrhundert“).
Veranstalter: Tschechisches Zentrum München, Münchner Volkshochschule, Literaturhandlung (MVHS) EG 20 E

