Lesung: Dan Vyleta – Der stumme Zwilling
Dan Vyleta liest aus seinem Roman “Der stumme Zwilling”, ein packendes Kammerspiel und das brillante Psychogramm einer paranoiden Gesellschaft am Rande des Abgrunds.
Wien, Oktober 1939. Mysteriöse Gewalttaten erschüttern ein Wiener Mietshaus. Eine der Bewohnerinnen, die junge Zuzka, beobachtet in den Fenstern zum Innenhof rätselhafte Dinge: den verschwiegenen Pantomimen, der sich spät nachts an etwas (oder jemandem?) zu schaffen macht, die kleine Anneliese, deren trinkender Vater etwas zu verheimlichen scheint und den groben Hausmeister, aus dessen Keller seltsame Geräusche dringen. Sie zieht den Arzt Anton Beer zu Rate, und als beide den Vorfällen nachgehen, eröffnet sich ihnen ein Kabinett von Sonderlingen, Nazi- Spitzeln, begehrenswerten Frauen – und potenziellen Mördern. Doch Beer hat eigene Gründe, nicht ins Fadenkreuz von Polizei und Gestapo zu geraten.
Dan Vyleta (*1974) ist der Sohn tschechischer Flüchtlinge, die Ende der sechziger Jahre nach Westdeutschland emigrierten. Er wuchs in Deutschland auf und ging zum Studium nach England. Nach seiner Promotion in Geschichte an der University of Cambridge arbeitete er mehrere Jahre als Universitätsdozent. Heute lebt er in Kanada. Sein erster Roman “Pavel & Ich” (Bloomsbury Berlin, 2009) wurde in acht Sprachen übersetzt.
Offizielle Seite des Autors: http://danvyleta.com/

