Ausstellungseröfffnung “Vergessene Helden”
Vergessene Helden – Wanderausstellung zum Thema “Deutsche Antifaschisten in den böhmischen Ländern”
Während des Zweiten Weltkriegs gab es auch unter den deutschsprachigen Bürgern der ehemaligen Tschechoslowakei Gegner des Nationalsozialismus, die an der Seite des tschechoslowakischen Widerstands kämpften. Viele von ihnen wurden von den Nazis gefangen genommen oder hingerichtet. Nach dem Krieg waren sie als Mitglieder der “Täternation” oft dem Hass der tschechischen Gesellschaft ausgesetzt, Anerkennung für den geleisteten Widerstand erhielten sie nicht.
Lange Jahre waren diese Helden regelrecht vergessen, erst 2005 erhielten sie Anerkennung auch von tschechischer Seite. Die Tschechische Regierung unterstützt seit dem ein langfristiges Projekt, dass sich unter anderem in Form von Zeitzeugenberichten und Archivforschung mit dem Schicksal aktiver NS- Gegner befasst. Im Rahmen dieses Projekts findet auch die diesjährige Wanderausstellung “Vergessene Helden” statt, die die Situation der deutschen Minderheit in der Zwischenkriegszeit, die Verfolgung der deutschen Antifaschisten durch die Nazis, ihren Widerstand und ihre Stellung in der Tschechoslowakei nach dem Krieg dokumentiert. Im Fokus stehen persönliche Einzelschicksale der deutschstämmigen Widerstandskämpfer. Die Ausstellung informiert eine möglichst breite Öffentlichkeit detailliert über die “Vergessenen Helden”. Initiiert wurde die Ausstellung vom Institut für Zeitgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Museum der Stadt Ustí nad Labem, wo sie auch begonnen hat, und dem Nationalarchiv Prag. Unterstützt wird die Ausstellung außerdem vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Vom 4. bis 27. September wird diese interessante und informative Ausstellung, die unter anderem in Prag und Sokolov zu sehen war, im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee gezeigt.
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