Ausstellung: “Summer of Tragedy”
Der Blick zurück: Es war zwanzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, die erste Generation, die ihn nicht mehr erlebt hat, ist herangewachsen und die Welt östlich und westlich des Eisernen Vorhangs begann aufzuatmen. Beatles, Rolling Stones, Woodstock und Filme kamen, von denen viele bis heute keine Konkurrenz fürchten müssen. Auch der kommunistische Block taute langsam zum auf. In der Tschechoslowakei kamen die so genannten Reformkommunisten an die Macht, an der Spitze Alexander Dubček. Die Bevölkerung freute sich über das Sozialismusmodell mit menschlichem Gesich. Dann aber ist die Nacht vom 20. auf 21. August 1968 hereingebrochen. Die Grenzen der Tschechoslowakei wurden von den Heeren des “befreundeten” Warschauer Pakts überschritten – DDR, Polen, Ungarn, der Sowjetunion und Bulgarien. Die Okkupation hat alle Bemühungen zur Reformierung der Totalitarismus zunichte gemacht. Viele Tote, Hunderte von Verletzten und Millionen von vereitelten Leben – so die Bilanz der “Bruderhilfe”.
An all das erinnert die Ausstellung “Summer of Tragedy”, die von München ins Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee kommt. Dort hatte sie ihre Premiere im Rahmen der Sommerausstellung “All You Need Is Music”, die im Olympiastadion von Mai bis Juli stattfand. Autor dieser aus zeitgenössischen Fotografien, Zeitungsblättern und Zeitschriften zusammengestellten Ausstellung ist der bekannte Publizist Miloslav Krist aus Pilsen.

