Die Zeitmaschine
Passend zur allgemeinen Umstellung auf die Sommerzeit haben zwei bayerische und tschechische Jugendkunstschulen vom 24. - 26 März aktiv an der Uhr gedreht.
Beim grenzüberschreitenden Kunstwochenende im Centrum Bavaria Bohemia CEBB in Schönsee, der Koordinierungsstelle für die bayerisch – tschechische kulturelle Zusammenarbeit, stand das Thema Zeit und Kunst im Mittelpunkt. 18 Kunstschülerinnen und -Schüler aus den Kunstschulen Jindřicha Jindřicha Domažlice, dem KunstBEtrieb Cham und der Jugendkunstschule Kulturwerkstatt Kalmreuth/Kunstbau Weiden bauten und gestalteten eine Zeitmaschine und waren dabei gemeinsam in vielen Werkstätten aktiv. Wie sich die Kunst und Menschheitsgeschichte beständig in der Zeit veränderte, was es für Entwicklungen in der Zukunft geben mag und wie wir alle mit der Welt und ihren Ressourcen umgehen waren einige der Gedanken, mit denen sich die Zeitreise in Schönsee inhaltlich beschäftigte.
Da gab es Malerei, Papiergestaltung, Objektbau aus Computerschrott , ein historisches Malatelier, eine Druckstation, eine Schilderwerkstatt und alte Uhrwerke, die zum Zeichnen mit Tusche und Feder anregten. Dreh- und Angelpunkt der Workshoptage rund um die Zeitmaschine aber war die gemeinsame Arbeit auf der Holzbaustelle . Eine achteckige Grundkonstruktion mit pyramidenförmigen Abschluss erweiterten die jugendlichen mit Öffnungen und Einblicken zu einem nach innen spiralförmigen, begehbaren Raumobjekt. Dabei aktiv mit Werkzeugen arbeiten zu dürfen und eigenständig mit zubauen war für viele der Teilnehmenden eine wertvolle Erfahrung der Beteiligung. „Das war das erste Mal, dass man mir einfach eine Bohrmaschine in die Hand gegeben hat und mich mitmachen ließ. In unserem Bildungssystem ist so etwas sonst gar nicht möglich“, erzählte Pepik aus Domazlice. Franzi aus Cham fand die Teamarbeit toll und dass es viel eigenen Entscheidungsfreiraum gab. Charlotte, mit acht Jahren die jüngste der Gruppe, war stolz darauf, einige Worte tschechisch gelernt und zum ersten Mal ohne Eltern in einem Hotel übernachtet zu haben. Alle waren begeistert, dass es trotz der Sprachschwierigkeiten gelang, so gut miteinander zu arbeiten. Daran hatte auch die Sprachanimation am Vorabend großen Anteil, Mit spannenden und erlebnisreichen Spielen lernten die Teilnehmende sich bereits gut kennen und hatten gemeinsam schon am ersten Abend Spaß. So verging die Bau- und Gestaltungszeit letzt endlich wie im Flug und pünktlich um 13:27 h wurde die Zeitmaschine am Sonntag für das Publikum eröffnet.
Zu sehen ist die Zeitmaschine im Centrum Bavaria Bohemia Schönsee noch bis zum Ende der Osterferien. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes “Kultur ohne Grenzen” statt und wurde finanziell vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond und dem Landkreis Schwandorf unterstützt.





