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  • Geburtstage bedeutender tschechischer Literaten im Frühjahr 2014

Veröffentlicht am 04. April 2014 Aktuelles

Geburtstage bedeutender tschechischer Literaten im Frühjahr 2014

Die Zeit zwischen Ende März und Anfang April 2014 war geprägt von den Geburtstagen der bedeutenden tschechischen Schriftsteller Bohumil Hrabal und Milan Kundera. Beiden Literaten haben wir es zu verdanken, dass  hochkarätige tschechischer Prosa im Ausland zu Berühmtheit gelangte. Hrabal als dem meistübersetzten tschechischen Autor, und Kundera, dem zunächst die tschechische Staatsbürgerschaft entzogen, zuletzt aber doch Anerkennung zuteil wurde. Heute ist er in die meistgesprochenen europäischen Sprachen übersetzt, schreibt aber nicht mehr auf Tschechisch.

Am 28. April 2014 würde der bedeutende tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal (1914-1997) einhundert Jahre alt. An verschiedenen Orten der Tschechischen Republik finden Veranstaltungen statt, die größtenteils schlicht an das Werk, das Leben und vor allem die einzigartige kreative Persönlichkeit dieses Schriftstellers erinnern. Das sind vor allem Orte, an denen Bohumil Hrabal wirkte – Nymburk, Kersko , Brno-Židenice, Praha-Libeň. Das Verlagshaus Mladá fronta bereitet zum 100. Geburtstag Hrabals drei literarische Projekte vor. Ein Bestandteil wird auch eine siebenbändige Auswahl aus Hrabals Werk sein, die alle seine grundlegenden Texte versammelt. Ziel der Edition ist es, heutigen LeserInnen das Werk Bohumil Hrabals nahezubringen.

Hrabal ist der meistübersetzte tschechische Autor, stets kommen neue Generation an LeserInnen hinzu, die Verfilmungen seines Werks gehören zu den goldenen Juwelen der tschechischen Kultur. Was aber macht Hrabals Werk so außergewöhnlich? Sein Debut “Perlička na dně”, das er 1963 veröffentlichte, brachte frischen Wind in die tschechische Nachkriegsprosa. Die tschechische Literatur war damals bemüht, sich von den Fesseln des sozialistischen Realismus zu befreien und Hrabals Erstlingswerk sticht in diesem Kontext hervor. Er brach mit Konventionen und literarischen Schemata. Der Erfolg von Hrabals Debut war enorm.

Dennoch war die Radikalität seines Stils nicht nach dem Geschmack aller. Einige empfanden sie als derb, frech und vulgär. Wir haben ihm einen neuen Erzählstil zu verdanken, seine Prosa zeichnet sich durch einen unendlichen Strom an Wörtern, durch eine typische Leichtigkeit des Erzählens und einen eigentümlichen Humor aus. Dies wird schon in dieser kurzen Sentenz über die Qualität von Büchern und Lesen deutlich: “Ein gutes Buch ist nicht dazu da, damit der Leser besser einschläft, sondern dazu, dass er aus dem Bett springt und direkt in der Unterhose losrennt um dem Herrn Schriftsteller aufs Maul zu hauen.” Hrabal war ein Schriftsteller, der vom Leben als solchem, seiner Gewöhnlichkeit und Alltäglichkeit bezaubert war. Er starb 1997 im Alter von 83 Jahren.

Der bei Weitem meistgelesene und berühmteste Schriftsteller tschechischer Herkunft Milan Kundera, der bereits seit den 70er Jahren in Frankreich lebt, feierte am ersten April seinen 85. Geburtstag. Nachdem er ins Exil gegangen war, entfernte er sich immer weiter von der tschechischen Umwelt um sich schließlich in einer anderen, nämlich der französischen Sprache und Kultur zu etablieren. In seiner Heimat herrschte das totalitäre Regime, das seinen Namen gänzlich aus Texten und Lehrbüchern streichen ließ. Das Jahr 1989 brachte begreiflicherweise auch eine Veränderung der Beziehungen für Kundera: er erhielt den Jaroslav-Seifert-Preis und von Václav Havel die tschechische Verdienstmedaille Medaile za zásluhy. Obwohl er in keinem Fall zur Preisverleihung kam, nahm er sie doch immer freundlich entgegen; mit Havel traf er sich schließlich in Paris.

Kundera wird als skeptischer Autor bezeichnet, in seinen Werken behandelt er Themen der Unsicherheit, der Entwurzelung des Individuums, der Relativierung und der Manipulation, er ist ein Meister der Romankomposition. Seinen letzten Roman in tschechischer Sprache veröffentlichte Kundera in den 90er Jahren. Kundera ist vor allem als Romancier bekannt, aber sehr interessant und originell sind auch seine Essays über Literatur, Musik und bildende Kunst. Das tschechische Publikum hat noch keine Gelegenheit Kunderas französische Bücher auf Tschechisch zu lesen, dafür sind sie in allen meistgesprochenen europäischen Sprachen erschienen.

Diese Woche kommt auch sein neues Buch La Fête de l’insignifiance (Das Fest der Bedeutungslosigkeit) heraus. “Kundera gehört in Frankreich zu den prominentesten AutorInnen,” so sein tschechischer Publizist Martin Hybler, der in Frankreich lebt. Auch durch seine tschechische Herkunft wird er neben rumänischen, arabischen wie auch chinesischen und afrikanischen SchriftstellerInnen in die Reihe angesehener frankophoner AoturInnen eingereiht. “Er wurde zu einem der größten europäischen Schriftsteller seiner Zeit, aber hat dabei nie vergessen, wo er herkommt und wo seine Kunst entspringt,” erläutert Kunderas Freund Milan Uhde, der im ehemaligen Regime zu den bedeutendsten DissidentInnen gehörte und nach 1989 in der Politik aktiv war.

Kundera entschied sich, auf Französisch zu schreiben, weil er mit dem Niveau der Übersetzungen seiner auf Tschechisch verfassten Romane ins Französische nicht zufrieden war. Einige seiner Prosawerke und Essays existieren bis heute nicht in tschechischer Version, einige seiner ursprünglich auf Tschechisch erschienenen Texte müssen neu redigiert werden, wobei er sich sicher ist, dass dies nur er selbst erledigen kann. Eine ähnliche Meinung hat er zur Übersetzung seiner auf Französisch geschriebenen Romane ins Tschechische. “Er ist Perfektionist, er bemüht sich um Vollkommenheit, deren Maßstab seine absolute Strenge und Selbstkritik sind,” sagt Uhde dazu, dass Kunderas Haltung in Tschechien nicht genug Verständnis findet.

Quellen: www.nzz.ch, www.lidovky.cz, www.ceskatelevize.cz, 
www.krstredocesky.cz, www.ceskatelevize.cz, 
www.lidovky.cz, www.rozhlas.cz, www.literarky.cz, 
www.denik.cz, www.hrabal-nymburk.cz

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