Marienbader Gespräche am 07.11.13
Rund 250 Experten aus Wirtschaft, Behörden und Schulen sowie grenzüberschreitend tätigen Institutionen trafen sich am 07.11.13 zu den traditionellen "Marienbader Gesprächen" in der westböhmischen Kurstadt. Beim von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz veranstalteten Forum diskutierten sie über grenzüberschreitende Fragestellungen, tauschten Erfahrungen aus der Praxis aus und knüpften Kontakte. Erstmals nahmen auch Vertreter aus der Slowakei an den Gesprächen teil.
Der Austausch erfolgte parallel in drei moderierten Arbeitskreisen, deren Ergebnisse im Anschluss dem Plenum vorgestellt wurden. Die erste und am stärksten besetzte Arbeitsgruppe zum Thema “Grenzübergreifende Ausbildung und Arbeit” diskutierte die Umsetzung und Nachhaltigkeit von Projekten, Tendenzen auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, Fragen der Mobilität und Anerkennung von Qualifikationen und Zertifikaten. Im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe “Grenzübergreifender Wirtschafts- und Lebensraum” stand die Vorstellung grenzüberschreitender Netzwerke und Aktivitäten, wie der Regionalkooperation “Europäische Nachbarn”, Ansätze für einen grenzüberschreitenden Rettungs- und Polizeidienst und Aktuelles aus der Europaregion Donau-Moldau.
Außerdem tauschten sich die Experten über Förderprogramme, die Notwendigkeit eines gemeinsamen Marketings nach innen und außen, den Arbeitsmarkt sowie Faktoren für eine erfolgreiche Willkommens- und Wohlfühlkultur aus. Die dritte Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den Hemmnissen für grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten und deren Abbau. Im “Zukunftsatelier Jugend” tauschten sich deutsche und tschechische Jugendliche aus zehn Schulen bzw. Institutionen über ihre persönliche Vision für die Zukunft aus und stellten dem Plenum anschließend ihre Wünsche und Forderungen zu den Themenkomplexen Sprache, Bildung, Beschäftigung und Willkommenskultur vor.
Toni Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, dankte allen anwesenden Experten für das Einbringen ihrer Kompetenz und ihr Engagement. “Marienbad ist ein Prozess, der unserer täglichen Arbeit nützt. Gemeinsam können wir den grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum gestalten und weiterentwickeln.”
Die Marienbader Gespräche klangen mit einem festlichen Abendessen im Mamorsaal des Gesellschaftshauses Casino aus.



