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  • Junge Redetalente wagten die Kontroverse

Veröffentlicht am 23. Oktober 2012 Aktuelles

Junge Redetalente wagten die Kontroverse

Am 19. Oktober fand in Vilnius das VI. Internationale Finale des Wettbewerbs Jugend debattiert international statt. Bei der Finaldebatte zur Frage „Soll ‚Hassrede‘ gegen Religionen europaweit strafrechtlich verfolgt werden?“ konnte sich die ungarische Schülerin Gréta Szabó aus Budapest gegen die anderen drei Finalisten durchsetzen und wurde von der Jury zur internationalen Siegerin gekürt. Die Jury beeindruckten vor allem ihre überzeugenden Argumente und die Fähigkeit, auf die anderen Debattanten flexibel zu reagieren.

„Es war toll für mich, junge Leute aus so vielen Ländern kennenzulernen. Außerdem denke ich, dass mir die Fähigkeit zu debattieren in meinem weiteren Leben noch sehr viel nützen wird“, kommentierte Gréta Szabó ihren Sieg.

Bei der Internationalen Finalwoche kamen die Sieger aus allen Wettbewerbsländern von Jugend debattiert international zusammen: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien, die Ukraine und Ungarn. Die jungen Debattanten nutzten die gemeinsame Woche in Vilnius zum gegenseitigen Austausch, intensiven Debattentraining und erkenntnisreichen Begleitprogramm.

In zwei Qualifikationsrunden und im Halbfinale debattierten sie über den Anspruch für Migrantenkinder auf Unterricht auch in ihrer Muttersprache, den Zugang zu sozialen Netzwerken erst ab 18 und die Pflicht für Polizisten, Namensschilder zu tragen.  

Das Internationale Finale fand unter der Schirmherrschaft von Emanuelis Zingeris, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Litauischen Parlament statt. Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse wandte sich in seinem Grußwort an die Teilnehmer: „Demokratie lebt von der Suche nach der jeweils besten Lösung im friedlichen Streit, also nach Regeln der Fairness“,  lautete seine Botschaft. „Sie bedarf der Diskussion, der Debatte. Dass man debattieren lernen kann, haben die Finalistinnen und Finalisten längst bewiesen.“  

Jugend debattiert international ist ein Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen in Mittel- und Osteuropa. Das Projekt regt die Teilnehmer zur kritischen Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur politischen Bildung. Das Debattieren in deutscher Sprache trägt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Schüler bei und bindet sie aktiv in den Unterricht ein.

Im Schuljahr 2011/12 haben über 1.700 Schüler an mehr als 120 Schulen in 8 Ländern daran teilgenommen. „Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.  

Das VI. Internationale Finale wurde ermöglicht durch die Förderung des Auswärtigen Amtes. Medienpartner der Veranstaltung ist DELFI.lt.

Finalisten des VI. Internationalen Finales
1. Platz: Gréta Veronika Szabó, Budapest, Ungarn
2. Platz: Rafa³ Korzeniec, Strzelce Opolskie, Polen
3. Platz: Alexandra Rezunova, Sankt Petersburg, Russland
4. Platz: Justyna D¹browska, Szczecin, Polen    

Weitere Teilnehmer (LandessiegerInnen von 2012):
Estland: Katrin Asmaa, Tallinn Brigita Slavinskaite Saare, Tallinn
Lettland: Niks Batuzidis, Riga Linda Kokare, Riga
Litauen: Mindaugas Gudavičius, Vilnius Rugil? Matuleviči?t?, Vilnius
Russland: Yulia Manyutina, Moskau
Tschechien: Jan Mazáč, Opava Tomáš Schwarz, Rumburk
Ukraine: Kateryna Danilova, Krywyj Rih Anna Kirasirova, Simferopol
Ungarn: Bence Krümmer, Baja              

Weitere Informationen zu Jugend debattiert international: www.jugend-debattiert.eu, www.goethe.de/ungarn/jdi   und www.facebook.com/jugendDebattiertInternational    

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