Kooperation mit Tschechien trägt Früchte – 3. Regionalkonferenz Oberpfalz/Region Pilsen (6./7.11.2003)

"Wenn Probleme kommen, dann kennen wir die Leute und die Wege, mit denen wir sie lösen!" Die Stimmung war gut im prachtvollen Saal des Westböhmischen Museums in Pilsen, als Joachim Merk von der Regierung der Oberpfalz dieses Resümee zur 3. Regionalkonferenz (6./7.11.2003) der Regierung Pilsen und der Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern zog. Denn was die sechs Arbeitskreise des Gremiums an den beiden Tagen der Konferenz präsentierten, bilanziert "einen nicht unbedeutenden Teil des Weges, den wir in drei Jahren gemeinsam absolviert haben", wie Gastgeber Petr Zimmermann formulierte.
Der Präsident der Region Pilsen verwiest vor den zahlreichen Medienvertretern seines Landes auf konkrete Fortschritte in der Wirtschaft ebenso im Tourismus, im Umweltschutz, im Verkehrswegenetz, in der Kommunalarbeit und der Entwicklung des ländlichen Raumes.
Das nicht unproblematische Kennenlernen der unterschiedlichen Strukturen und den immer geläufiger werdende Erfahrungsaustausch im Hinblick auf den EU-Beitritt Tschechiens nannte auch Regierungspräsident Dr. Wilhelm Weidinger als Marksteine auf dem Weg zur “neuen Mitte Europas”. Konkrete Projekte sind zwei virtuelle Portale: “regioport” und “bbkult.net”, ein Wirtschafts- und ein bayerisch-böhmisches Kulturportal.
Daneben sind einheitliche Markierungen für grenzüberschreitende Rad- und Wanderwege im Gespräch, neue Abfallkonzepte in der Region Pilsen, Zusammenarbeit im Marketingbereich und vieles mehr. Walter Czapka, Koordinator der Regionalkooperation auf niederbayerischer Seite, relativiert auch die bekannten Ängste und Vorurteile auf beiden Seiten angesichts des tschechischen EU-Beitritts. Weder würden Lohndumping und Fördergefälle so krass ausfallen wie auf bayerischer Seite befürchtet, noch müssten die Tschechen um Ausverkauf ihrer Wirtschaft bangen.
